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	<title>Digitalreise.de &#187; Reiseberichte</title>
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	<description>Reise Blog mit aktuellen Reisenachrichten</description>
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		<title>Usiku, Beppu und Aso</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 19:09:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[wei Wochen lang arbeitete ich in einer Gruppe internationaler Freiwilliger in einem lokalen Projekt in S&#252;djapan mit. Die Zeit war spannend und intensiv, aber ich freue mich jetzt auch, durch das Land zu reisen und noch mehr von diesem faszinierenden Inselstaat zu erleben.
An unserem letzten gemeinsamen   Abend zogen wir gemeinsam durch Kagoshima, die gr&#246;&#223;te Stadt [...]<p><a href="http://www.digitalreise.de/usiku-beppu-und-aso/">Usiku, Beppu und Aso</a> is a post from: <a href="http://www.digitalreise.de">Digitalreise.de</a></p>



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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>wei Wochen lang arbeitete ich in einer Gruppe internationaler Freiwilliger in einem lokalen Projekt in S&#252;djapan mit. Die Zeit war spannend und intensiv, aber ich freue mich jetzt auch, durch das Land zu reisen und noch mehr von diesem faszinierenden Inselstaat zu erleben.</p>
<p>An unserem letzten gemeinsamen   Abend zogen wir gemeinsam durch Kagoshima, die gr&#246;&#223;te Stadt auf dem S&#252;dzipfel Kyushus. Da ich die letzten Wochen auf dem Land, in idyllischer Abgeschiedenheit, verbracht hatte, fand ich alles ganz toll – besonders die Einkaufsstrasse mit all ihren bunten Lichtern, grellen Dekorationen und vielen Menschen. Im Vergleich zu anderen St&#228;dten wahrscheinlich nicht &#252;berragend, aber zu japanischen B&#228;umen und Pferden durchaus ein kleiner Kontrast.</p>
<p>Nach einem gelungenen letzten Abend brach ich am n&#228;chsten Morgen auf. Und mit mir die Koreanerin Sook. Sie wollte auch noch ein Weilchen durchs Land reisen, und so gingen wir ein St&#252;ck unseres Weges zusammen.</p>
<p><strong>Usiku: </strong>In Usiku gibt es jahrhunderte alte Buddha-Figuren zu sehenDas erste Reiseziel war Usiku, im Nordosten Kyushus. Zweifelsohne eines der ungew&#246;hnlicheren Destinationen. Als wir unterwegs einer Japanerin erz&#228;hlten, wo wir hinwollten,  fiel ihr ungl&#228;ubig die Kinnlade herunter. „Usiku? Was wollt ihr denn da? Da gibt’s doch gar nichts!“ Weit gefehlt. Usiku ist wirklich ein kleiner Ort, daf&#252;r aber alles andere als touristisch &#252;berlaufen. Und dies sind eindeutig die Orte, die ich bevorzuge. Die Hauptattraktion Usikus sind die Jahrhunderte alten Buddha-Figuren. An den H&#252;geln am Rande des St&#228;dtchens ist ein Park angelegt. Durch Bambuswald flanierend lassen sich die alten Statuen und Reliefs bewundern – dabei w&#228;re bereits dieses sch&#246;ne Fleckchen gr&#252;n es wert, hier heraus zu fahren.<br />
Der Park liegt etwas au&#223;erhalb, aber am Bahnhof lassen sich g&#252;nstig Fahrr&#228;der ausleihen, mit denen man in 25-30 Minuten zum Park kommt. Der nette Mann am Bahnhofsschalter vergibt n&#228;mlich nicht nur die Fahrr&#228;der, sondern auch Stadtpl&#228;ne.</p>
<p>Danach ging es weiter nach Beppu. Das bekannteste Highlight in Beppu sind die hei&#223;en Quellen. Diese gibt es zwar in ganz Japan, aber in Beppu gibt es besonders viele. Die Stadt hat sich zudem ihren Tourismussektor mit den Quellen aufgebaut. In Beppu gibt es nichts, was es nicht gibt – zumindest was das Baden in hei&#223;en Quellen oder sonstige Wellnessangebote betrifft.</p>
<p>In Japan w&#228;scht man sich, bevor man badet. Und zwar ausgiebig. Dies gilt sowohl f&#252;r den Hausgebrauch, als auch f&#252;r &#246;ffentliche B&#228;der, genannt Onsen. Nach M&#228;nnern und Frauen getrennt betritt man zuerst die Umkleide, wo man sich aller Kleider entledigt. Danach w&#228;scht man sich im Waschraum rein. Man sitzt auf kleinen Hockern und darf sich verschwenderisch mit warmem Wasser &#252;bergie&#223;en, bevor man in das gro&#223;e Becken steigt. Die ersten Sekunden m&#246;gen schmerzhaft sein, aber der K&#246;rper gew&#246;hnt sich schnell an das hei&#223;e Wasser und bald durchstr&#246;mt den K&#246;rper die wohltuende allumfassende Entspannung, f&#252;r die japanische B&#228;der ger&#252;hmt werden. Ein Genuss.</p>
<p>Wir verbrachten die Nacht in Beppu. Dank der vielen Touristen gibt es gl&#252;cklicherweise auch viele Low-Budget-Hostels.  Am n&#228;chsten Morgen brachen wir auf nach Aso. Auf Japan gibt es ja bekanntlich noch aktive Vulkane. Und ich wollte die Insel nicht verlassen, ohne mal an einem Krater gestanden zu haben. Leider hatte ich in Aso kein Gl&#252;ck. Die Gegend ist wundersch&#246;n – die H&#252;gel und das viele Gr&#252;n haben etwas von den schottischen Highlands. Aber leider sollte ich nicht ganz zum Krater vordringen k&#246;nnen. Ich kam zwar bis an den Fu&#223;e des Vulkans, aber da gerade giftige Schwefeld&#228;mpfe aus dem Erdinnern aufstiegen und der Wind ung&#252;nstig stand, war der Zugang zum Kraterrand aus Sicherheitsgr&#252;nden gesperrt. So ein Mist.</p>
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		<title>Timbuktu, das Tor zur W&#252;ste</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 19:07:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einer aufreibenden Fahrt auf dem Niger war ich in Timbuktu angekommen. Die erste Nacht hatte ich auf mit meinen beiden Reisegenossen Billy und Greg bei Ibrahim verbringen k&#246;nnen. Ibrahim, selbst ein Tuareg, sollte den W&#252;stentrip organisieren, den Billy gebucht hatte und dem ich mich anschlie&#223;en wollte.
Am Morgen des ersten Tages weckte mich die noch [...]<p><a href="http://www.digitalreise.de/timbuktu-das-tor-zur-wueste/">Timbuktu, das Tor zur W&#252;ste</a> is a post from: <a href="http://www.digitalreise.de">Digitalreise.de</a></p>



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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Nach einer aufreibenden Fahrt auf dem Niger war ich in Timbuktu angekommen. Die erste Nacht hatte ich auf mit meinen beiden Reisegenossen Billy und Greg bei Ibrahim verbringen k&#246;nnen. Ibrahim, selbst ein Tuareg, sollte den W&#252;stentrip organisieren, den Billy gebucht hatte und dem ich mich anschlie&#223;en wollte.<br />
Am Morgen des ersten Tages weckte mich die noch milde Sonne. Unsre Matratzen lagen auf dem flachen Dach des Hauses. Ich wickelte mich ein St&#252;ck weit aus der Decke und lie&#223; meine Augen schweifen. Hinter dem Haus begann die Weite von wei&#223;em Sand und Dornengestr&#252;pp. Das war das Tor zur W&#252;ste.<br />
Beim Fr&#252;hst&#252;ck lernte ich den Rest der Hausbewohner kennen: Ibrahims Frau Nana, eine sch&#246;ne, in ein rosafarbenes Tuch geh&#252;llte W&#252;stenfrau, zwei ihrer Schwestern, die auf Besuch waren und ihren j&#252;ngeren Bruder. Nach dem auch Billy und Greg aus den Federn gekrochen waren und gefr&#252;hst&#252;ckt hatten, besprachen wir das Organisatorische. Ibrahim selbst konnte uns nicht auf dem W&#252;stentrip begleiten, stellte und aber seinen Cousin Eko vor. Eko war ein etwas &#228;lterer, grummelig wirkender Tuareg, der nur schlecht franz&#246;sisch sprach. Aber er war extra aus seinem Lager au&#223;erhalb der Stadt gekommen, um uns zu begleiten.</p>
<p>Es sollte am Nachmittag losgehen. Und w&#228;hrend Eko aufbrach, um die Kamele fertigzumachen, gingen wir auf einen Streifzug durch die Stadt. Greg verabschiedete sich von uns. Er wollte nun seinen eigenen Belangen folgen und die Bibliothek Timbuktus f&#252;r seine Literaturrecherchen aufsuchen.</p>
<p>Obwohl ich mir vorgenommen hatte, mich nicht bequatschen zu lassen, schafften es die H&#228;ndler auf dem Markt doch, mir den „absolut notwendigen“ und in der W&#252;ste gegen die Sonne „unverzichtbaren“ Tuareg-Turban anzudrehen. „Was soll’s“, dachte ich, w&#228;hlte einen Stoff in tiefem Dunkelblau und lie&#223; mir auch gleich zeigen, wie man diesen in Tuaregart umschlang. Auch meine Begleiter konnten sich der &#220;berzeugungskraft der H&#228;ndler nicht entziehen und so stolperten wir nach der Besichtigung einer Koranschule und der ber&#252;hmten Moscheen vermummt durch den Sand zu Ibrahim zur&#252;ck. Verdammt, es ist echt anstrengend, den ganzen Tag durch Sand zu laufen.</p>
<p>Eko war schon angekommen und sattelte gerade die Kamele. Wir packten noch schnell das notwendigste in kleine Taschen und dann ging es schon los. Ibrahim schenkte mir noch ein ausgedientes wei&#223;es Hemd, da ich kein T-Shirt mit langen &#196;rmeln gegen die Sonne hatte. Und so bestieg ich in meiner Tuaregverkleidung zum ersten Mal in meinem Leben ein Kamel. Es ist zugegebenerma&#223;en ein gew&#246;hnungsbed&#252;rftiges Gef&#252;hl und eine &#228;u&#223;erst wackelige Angelegenheit. Aber die anderen boten auch keinen sehr viel eleganteren Anblick. Und so zogen wir los, stets bem&#252;ht, auf den wackeligen R&#252;cken der Tiere das Gleichgewicht zu halten.<br />
Eko ritt uns voraus. Er war in Begleitung eines vielleicht 14j&#228;hrigen Tuargjungen, der sich hinter Ekos Sattel auf das Hinterteil des Kamels setzte. Er hatte so ein sch&#246;nes, klares Gesicht, dass ich gar nichts wusste, was ich lieber ansehen wollte: ihn oder die sanften Wogen des wei&#223;en W&#252;stensandes. Ich entschloss mich schlie&#223;lich, die Objekte meiner Betrachtung abzuwechseln. Und so ritten wir friedlich hintereinander durch Sand und Str&#228;ucher, jeder seinen Tr&#228;umen nachh&#228;ngend. Nach etwa zwei Stunden n&#228;herten wir uns einem Zeltlager. Es war Ekos Zuhause. Wir rasteten, tranken starken Tee und lagen auf den Matten in Ekos Zelt. Die Frauen und Kinder waren sehr zur&#252;ckhalten und zeigten sich kaum, sehr zu meinem Bedauern.</p>
<p>Etwas sp&#228;ter ging es weiter und wir ritten bis in die Abendd&#228;mmerung hinein. Sp&#228;ter machte Eko ein Feuer und bereitete ein einfaches Abendessen: Reis und Fisch aus der Dose. Selbst im essen war Sand, der zwischen den Z&#228;hnen knirschte. Wir lie&#223;en es uns dennoch schmecken. Leider konnten wir Eko nicht dazu bewegen, uns Geschichten zu erz&#228;hlen. Er blieb m&#252;rrisch und einsilbig. Im Schein des Feuers kuschelte ich mich irgendwann in Decke und Sand und wandte mich dem Nachthimmel zu. Ich habe wohl niemals zuvor in meinem Leben tiefer ins All schauen k&#246;nnen. Am Himmel offenbarten Abertausende von Sternen ihre Pracht. Ehrfurchtsvoll versank ich in ihrem Anblick und wenig sp&#228;ter im Schlaf.<br />
In der Nacht erwachte ich mit dem Gef&#252;hl, dass mir irgendetwas durchs Gesicht gekrabbelt war. So schnell wie m&#246;glich versuchte ich, jegliche Gedanken an mich umgebendes Getier zu verdr&#228;ngen. Ich blickte zum Himmel und lauschte in die Nacht hinein. Wie weit hatte ich reisen m&#252;ssen, um so einer Stille zu lauschen. Weit und breit kein Laut, nur das Leuchten der Sterne und eine Stille, die bis in die Ewigkeit reichte. Gl&#252;cklich lie&#223; ich mich sinken und schlief weiter bis zum Morgen.<br />
Nach einem bescheidenen Fr&#252;hst&#252;ck, bestehend aus einer Handvoll Erdn&#252;ssen, Datteln und Tee, brachen wir auf.  Aus Eko waren keine eindeutigen Hinweise herauszubekommen, welcher Route unsre Tour folgte. Ich hatte den Verdacht, dass wir immer im Kreis liefen. Eko blieb weiterhin stumm. Die Lieder, die wir zu unsrer Unterhaltung anstimmten, verebbten eigenartig in der stillen Weite, so dass wir es irgendwann sein lie&#223;en und uns unsren Gedanken hingaben. Langsam bekam ich eine Ahnung davon, warum Eko nicht sprach. Er war genauso schweigsam wie die W&#252;ste.</p>
<p><strong>Tuareg: </strong>Eko. Schweigsam wie die W&#252;ste<br />
Gegen Mittag kamen wir an einen Brunnen, an den einige Nomaden ihre Ziegenherde tr&#228;nkten. Ein kleines M&#228;dchen mit schwarzen filzigen Haaren und riesigen Augen rannte neben einem Esel her und trieb ihn an schneller zu laufen. Er war ans das Seil gespannt, dass den Eimer aus dem tiefen Brunnenschacht nach oben bef&#246;rderte. Der Arme musste immer hin und her flitzen. Aber zugegebener Weise war diese Methode &#228;u&#223;erst effektiv. Wir verharrten lange und beobachteten fasziniert das Treiben, w&#228;hrend Eko sich den anderen Nomaden zuwandte. Er hatte seine Sprache wiedergefunden.</p>
<p>Als wir am Abend unser Lager aufschlugen, entfuhr es Billy pl&#246;tzlich einen jubelnden Schrei. Ein Skorpion. Wenn auch ein klitzekleiner und ganz ungef&#228;hrlicher. Die ganze Zeit &#252;ber hatte er mit den Augen am Boden gehangen, um endlich einen Skorpion zu entdecken. Sein Triumph war ansteckend. Nicht allerdings f&#252;r den sch&#246;nen Tuaregjungen. Der zog sich eine Gummisandale aus und schlug auf das kleine Tier ein. Als er danach in unsre entgeisterten Gesichter sah, entfuhr ihm ein herzhaftes Lachen. Tja, da hatte Billy so lange auf seinen Skorpion gewartet. Ich empfahl ihm, sich doch auch &#252;ber die schwarzen Skarab&#228;us-K&#228;fer zu freuen. Denn die gab es zuhauf.<br />
Nachmittags zogen wir wieder in Timbuktu ein. Bei Ibrahim a&#223;en wir uns mal wieder so richtig satt. In den letzten Tagen waren wir mit der Kost sehr sparsam umgegangen.<br />
Am n&#228;chsten Tag versuchten wir, ein Fahrzeug f&#252;r den R&#252;ckweg nach Mopti aufzutreiben, was schwerer war, als erwartet, aber letztendlich gelang. In Mopti verabschiedete ich mich schweren Herzens von Billy. Er war mir in den letzten Tagen sehr ans Herz gewachsen. Aber er wollte weiter nach Burkina Faso und ich wieder nach Bamako. Dort erwartete mich schon Mafi. Sie hatte mich eingeladen, an einer malische Hochzeit teilzunehmen. Und das wollte ich mir nicht entgehen lassen.</p>
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